Digital Think Tank (DTT)

Nachtrag zu Medizin 4.0 made in Göttingen: Silent Ht Solutions GmbH

Nach der Veröffentlichungen unseres Artikels (Medizin 4.0 auf dem Vormarsch), bekamen wir viele Anfragen zum o.g. Thema. Herr PD Dr. Friedrich hat uns ein Video zu Verfügung gestellt, welches wir gerne präsentieren würden. In diesem Pitch-Video erklärt der Geschäftsführer von Silent Ht Solutions GmbH die Technik und das gesamte Konzept dahinter. Für weitere Informationen besuchen Sie das Unternehmen hier (http://silent-ht-solutions.com/) Viel Spaß damit!    

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Medizin 4.0 auf dem Vormarsch

Ein neu gegründetes Göttinger Start Up, die Silent HighTech Solution GmbH (http://silent-ht-solutions.com, PD Dr. Martin Friedrich),  bietet ein Produkt an, welches die Abläufe im OP-Saal optimiert, koordiniert und die Sicherheit der durchgeführten Behandlungen im Krankenhaus erhöht. Bevor wir uns der Beschreibung widmen, zunächst herzlichen Glückwunsch zu der Gründung vom gesamten Digital Think Tank Team! Göttingen - die Stadt die Wissen schafft!

Worum geht es?

Es handelt sich dabei um das Silent Operating Theatre Optimisation System (SOTOS) und ist ein für die Verwendung in lauten HighTech-Umgebungen entwickeltes, Lärm minderndes Informations-Management-System. Das System wurde an der Universitätsmedizin Göttingen unter der Leitung von PD Dr. Friedrich für den Einsatz im herzchirurgischen OP bzw. für die Roboterchirurgie (DaVinci) entwickelt. Insgesamt lässt sich unter Nutzen der SOTOS®-Kommunikationsumgebung die Team-Performance signifikant verbessern, was insbesondere für OP-Arbeitsumgebungen (Roboterassistierte DaVinci-Anwendungen und Herzchirurgie) aufwändig validiert wurde.

Bild Quelle. http://silent-ht-solutions.com

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Wissenschaftlern ist es gelungen, die Alterung menschlicher Zellen teilweise umzukehren

Forscher der Universität Tel Aviv und des Shamir Medical Center haben einige Schlüsselaspekte der menschlichen Zellalterung gestoppt und rückgängig gemacht. In ihrer Forschung verwendeten sie die so genannte hyperbare Sauerstofftherapie.

Jedes Mal, wenn sich eine Zelle in unserem Körper repliziert, verlieren wir ein Stück unserer Jugend. Alles durch Verkürzung der Telomere, d.h. der Strukturen, die unsere Chromosomen vor Schäden beim Kopieren schützen. Das Verständnis dieses Prozesses gilt als der "Heilige Gral" der Alterungsbiologie. Forscher aus Israel behaupten, dass es ihnen in einer kleinen Studie mit 26 Patienten gelungen sei, den Prozess der Verkürzung umzukehren und damit die Länge der Telomere zu verlängern.Eine Beschreibung der Studie wurde in der Zeitschrift "Aging" veröffentlicht.

Bild Quelle: Tel Aviv University (TAU)


Wie lässt sich der Alterungsprozess umkehren?

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Licht statt Tablette?

Star Trek lässt mal wieder grüßen. Wer kennt nicht die Szenen aus der Serie, wenn Dr. Crusher mit einem Medizingerät aus dem Licht herauskommt, Heilungsprozesse durchführt. Die meisten Menschen haben wahrscheinlich schon davon gehört, dass Licht jahreszeitlich bedingte Stimmungsstörungen heilt. Es stellt sich jedoch heraus, dass Photonen viel mehr Kraft haben. Nach neuen Forschungsergebnissen kann Licht die Behandlung anderer psychischer Störungen sowie des Gehirns nach Verletzungen oder der Haut unterstützen. Viele der Lichttherapien werden wahrscheinlich zu Hause angewendet.

Bislang gibt es jedoch in vielen Fällen nur vorläufige Studien über den Einsatz verschiedener Lichtwellen zur Behandlung verschiedener Gesundheitsprobleme. Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber die Gruppen der Teilnehmer an diesen Experimenten sind zu klein, um kategorische Schlussfolgerungen zu ziehen. Dennoch sind sie ermutigend, weil die Ergebnisse neue Methoden zur Unterstützung der Behandlung verschiedener Gesundheitsprobleme nahelegen.

So berichteten beispielsweise Forscher der Universität von Arizona kürzlich, dass sie mit Hilfe von grünem Licht Menschen, die an Migräne ("Cephalgie") leiden, erfolgreich geholfen haben. Es ist eine Krankheit, die weltweit eine Milliarde Menschen, darunter auch Kinder, befällt. An der Studie nahmen 29 Freiwillige mit Migräne teil, die gegen typische Behandlungsmethoden resistent sind. Leider hat sie trotz der Fortschritte in der Medizin immer noch Probleme, mit der Krankheit fertig zu werden. Die Forscher wandten eine 10-wöchige Behandlung an, in der die Patienten grünem Licht ausgesetzt wurden. Nach der Behandlung ging die Zahl der Kopfschmerzattacken pro Monat insgesamt um 60% zurück. 83% der Patienten mit episodischer Migräne und 63% mit chronischer Migräne nahmen um die Hälfte ab.

Bild Quelle: Pixabay

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Experimentelle Therapie zerstört Krebszellen ohne Einsatz von Medikamenten

Die Nanopartikel, die für Krebs tödlich sind, können zur Bekämpfung der Krankheit eingesetzt werden, indem ihre wahre Natur verschleiert wird. Nanopartikel, die als für die Krebsentstehung notwendige Aminosäuren "getarnt" sind, können in die Krebszelle eindringen und sie nach dem Prinzip des "Trojanischen Pferdes" von innen heraus sprengen. Bei Laborexperimenten erwies sich die Methode als sehr vielversprechend.

Dieses "Trojanische Pferd" ist in Wirklichkeit ein Nanopartikel, das mit der Aminosäure L-Phenylalanin bedeckt ist, die für das Überleben und das Wachstum von Krebszellen unerlässlich ist. L-Phenylalanin wird im Körper nicht produziert und muss aus der Nahrung, in der Regel Fleisch und Milchprodukte, aufgenommen werden", geben Forscher der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur an. Ihre Forschung wurde in der Zeitschrift "Small" veröffentlicht.

Bild Quelle: Nanyang Technologie Universität Singapur 

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Entwicklung des GABA-Polaritätsschalters und der neuronalen Plastizität in biotechnologisch hergestellten neuronalen Organoiden

Erstmals ist es Wissenschaftlern der UMG und des Exzellenzclusters "Multiscale Bioimaging" (MBExC) sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) gelungen, aus humanen, induzierten pluripotenten Stammzellen neuronale Netzwerke mit Funktionen des menschlichen Gehirns herzustellen. Die als Bioengineered Neuronal Organoids (BENOs) bezeichneten Gewebe zeigen morphologische Eigenschaften des menschlichen Gehirns. Sie entwickeln zudem Funktionen, die für die Entwicklung von Lernen und Gedächtnisfunktionen bedeutend sind. Veröffenlicht in Nature Communications.

Quelle: Universitätsmedizin Göttingen: Abbildungen aus Zafeiriou et al. (2020) GABA polarity switch and neuronal plasticity in Bioengineered Neuronal Organoids. Nat Commun, 11, 3791.

Links: Darstellung eines “Bioengineered Neuronal Organoids” (BENO) hergestellt nach einem von Zafeiriou et al. publiziertem Verfahren; die Ausbildung der neuronalen Netzwerkstruktur wird durch Färbung von neuronalen Markerproteinen (Microtubule-associated protein 2; blau) und Neurofilament (grün) sowie Gliazellen (Glial fibrillary acidic protein; rot) dargestellt. Maßstab: 0,5 mm. Rechts: Vergrößerung der neuronalen Netzwerkstruktur in einem BENO. Neuronale Axone sind nach Färbung des Neurofilament Proteins in Grün, aktvierende glutamaterger Neurone in Rot und Zellkerne in Blau dargestellt

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Sensor zur schnellen Erkennung eines Myokardinfarkts

Sebastian Machera mit Modell M13-BakteriophageDie Idee eines jungen Wissenschaftlers aus Polen wurde belohnt.

Der Student Sebastian Machera entwickelt eine Technologie, die vielen Patienten helfen und gleichzeitig medizinische Verfahren verbessern kann. Für seine Forschungen erhielt er eine Auszeichnung im prestigeträchtigen EUCYS-Wettbewerb (für herausragende Forscher unter 21 Jahren). Er entwickelt sein Projekt am Institut für Physikalische Chemie der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN).

Sebastian Machera beschloss schon in jungen Jahren, sich näher mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu befassen. Dieser Krankheitbild ist in den meisten hoch entwickelten Ländern eine der häufigsten Ursachen für einen vorzeitigen Tod sind.

Der junger Wissenschaftler will einen Sensor entwickeln, mit dessen Hilfe Menschen mit einem Herzinfarkt schneller diagnostiziert werden können. Seine Idee wurde von der EUCYS-Jury gewürdigt. Der Forscher erhielt den ersten Preis in der polnischen Ausgabe dieses renommierten Wettbewerbs. Der Preisträger studiert an der Medizinischen Universität Warschau sowie Biotechnologie an der Technischen Universität Warschau.

Quelle (Bild): Sebastian Machera mit Modell M13-Bakteriophage: Polnische Akademie der Wisschaften (PAN)

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